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David Bowie

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David Bowie Artikel

David Bowie (* 8.01 1947 in dem Londoner Stadtteil Brixton ; eigentlich David Robert Jones) ist ein britischer Musiker.

Nach einem kleineren Erfolg 1969 mit der Single Space Oddity wurde David Bowie 1972 mit dem Album (Kurzform) Ziggy Stardust und anschließender Weltournee, die bisins Jahr 1973 reichte, global bekannt. Beeinflusst durch seinen Vereinigte Staaten Amerika-Aufenthalt entsteht 1975 das Album "Young Americans", im sich Bowie zu den Wurzeln der Musik bekennt, die ihn schon als jungen Mod faszinierte, dem schwarzen Blues, Rhythm & Soul. Auf dem Album enthalten ist ebenfalls Bowies erster Nummer-Eins-Hit in den Vereinigte Staaten Amerika: "Fame": Ein Song, den Bowie mit einem der wohl bedeutendsten Musiker des zwanzigsten Jahrhunderts in einer Session in dem "Electric Ladyland" in New York aufnahm - John Lennon. Eher durch Zufall kam dieser Song doch noch auf die Platte kam. Nach dem Album übernahm David Bowie 1976 die Hauptrolle im Science-Fiction Film "The Man who fell to Earth" Nicolas Roeg im er eine ihm häufig angedachte Rolle spielte, einen Ausserirdischen. Danach ging es wieder in das Studion nach L.A., wo das Album "Station to Station" produziert wurde. Wo es Höhen gibt, folgen schnell Tiefen und Täler und auch das typische Rockstar-ABC: Alkohol, Drogen und Sex wollen ausgeschöpft werden und so kam auch Bowie, der seit dem Erfolg von Ziggy zunehmend mit Depressionen belastet war, schnell in den Teufelskreis aus Koks und Alkohol. So ist es nicht verwunderlich, dass er sich nach der "White-Light Tour" 1976 aus L.A. zurück zog und einen Ort wählte, der der abgeschiedenste Platz auf der ganzen Welt zu sein schien: (West)berlin/Schöneberg. Hier entstanden mit den Musikern Brian Eno (Ex-Roxy Music) und Tony Visconti die Alben "Low" und "Heroes" mit einem seiner bekanntesten Lieder "Heroes", welches auch bilangual in französisch/englisch und deutsch/englisch aufgenommen wurde. Die Geschichte des Liedes erzählt teilweise ein Stück deutscher Geschichte: Zwei Liebende finden sich in dem Ost-Westkonflikt wieder, an der symbolischen Berliner Mauer. Wie jedes Bowie-Album standen auch diese unter experimentierfreudigen Einflüssen, vor allem surrealistische Elemente sind darin vorhanden. Namentlich das von Tony Visconti produzierte Album Low war - bei kleinem kommerziellem Erfolg - ein künstlerisches Wagnis und Höhepunkt in einem.

Noch heute werden diese Arbeiten als Wegbereiter vieler heutiger Muisikgenres und Bands genannt, doch zu erwähnen ist auch, dass das Trio selbst beeinflusst wurde durch Gruppen wie "Kraftwerk" oder "Angst". Mit Iggy Pop, der ebenfalls in Berlin war (vornehmlich wie Bowie auch auf Drogenentzug) nahm Bowie "The Idiot" und "Lust for Life" (1996 "Trainspotting") auf und ging als Keyboarder mit ihm auf Tour. In den Jahren in Berlin drehte er den Film "Just a Gigolo", ein eher unbedeutendes Werk in der Filmgeschichte, doch einer der letzten Filme der Marlene Dietrich. 1978 geht Bowie wieder auf Tour und nimmt unter anderem eines der schönsten Kindermärchen mit dem Philadelphia Orchestra auf LP auf: "Peter und der Wolf". Im selben Jahr wird das Album "Stage" veröffentlicht und Bowie packt seine Koffer um in die Schweiz umzuziehen,dort lebt er unter anderem neben Stars wie dem Chaplin Clan.

Die Bowie-Eno-Trilogie wird 1979 mit dem dritten Album "Lodger" gekrönt, welches in Frankreich aufgenommen wurde.

Das neue Jahrzehnt beginnt David Bowie mit seinem Broadway Debüt im Stück "The Elephant Man", in welchem er als Schauspieler brilliert und von Kritikern gelobt wird. 1980 kulminierten Erfolg und künstlerisches Niveau mit dem Album Scary Monsters (Singles: Ashes To Ashes und Fashion), dem bis 2002 letzten von Tony Visconti produzierten Album. Lange Zeit galt dieses Album bei Kritikern als "letzte echte Bowie-Platte". Mit QUEEN nimmt Bowie den Song "Under Pressure" auf,welcher dann Ende der 80er Jahre von Vanille Ice gecovert wird. 1982 konzentrierte sich Bowie mehr auf die Schauspielerei und wirkte neben Catherine Deneuve und Susan Sarandon in "The Hunger" (Tony Scott)mit; es erscheint das zweite Best-of Album "ChangestwoBowie". Mit Let's Dance (Produzent: Nile Rodgers ) wurde 1983 das bislang kommerziell erfolgreichste Album veröffentlicht (Singles: Let's Dance, China Girl, Modern Love), das wenig künstlerische Impulse vermittelte und als Bowie-untypisch gilt. Das Album wird so ein kommerzieller Erfolg, dass Bowies Fangemeinde nun fast jede Altersgruppe und jede soziale Schicht beinhaltet. Die Single "Let's dance" schafft es in den Vereinigte Staaten Amerika auf Platz 1 und hält sich dort neben so erfolgreichen Singles wie Michael Jacksons "Billie Jean". Zur erfolgreichen Platte beginnt in dem Mai '83 die "Serious Moonlight"-Tour, die Bowie bis Dezember einmal um die ganze Welt führt. David Bowie steht jetzt nicht mehr ca. für außergewöhnliche Musik mit experimentellen Eigenheiten, sondern für Pop in dem publikumsfreudlichen Ambiente.

Dieses Werk ist der Beginn einer Schaffenskrise, die erst 1989 mit dem Tin Machine-Projekt endete Tin Machine war die Band um Reeves Gabrels und die Brüder Hunt und Tony Sales, mit denen Bowie 1977 die Iggy Pop-Platte Lust For Life als Produzent und Co-Autor eingespielt hatte).

Dieses Projekt fand 1993 mit dem Solo-Album Black Tie, White Noise (wiederum von Nile Rodgers produziert) ein Ende. Künstlerisch insgesamt wenig innovativ und kommerziell aufgrund von Vertriebsproblemen vor allem in den Vereinigte Staaten Amerika gescheitert, markiert es doch die Überwindung der Schaffenskrise in den 80er-Jahren.

Aus heutiger Sicht mit hohem künstlerischen Anspruch entstanden ist das in dem September 1995 erschienene, wiederum mit Brian Eno produzierte, sehr komplexe und vielschichtige Album 1. Outside. Demgegenüber folgten mit Earthling (1997)und Hours (1999) eher zwiespältige Alben, die aber andererseits vom neuen Schaffensdrang Bowies zeugten. Während Bowie auf Earthling teilweise erfolgreich versuchte sich auf seine Art und Weise dem Drum 'n Base zu nähern, wurde Hours ein sehr persönliches Album.

2002 brachte mit Heathen die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Tony Visconti. Künstlerisch wie kommerziell (vor allem auch in Deutschland) fügt sich das Album in "klassische" Bowie-Werke und wird allgemein als "echtes" Comeback angesehen.

Das 2003 rasch auf den Markt gebrachte, wiederum von Tony Visconti produzierte Album Reality erreicht dieses Niveau insgesamt nicht ganz, beinhaltet aber zu dem Beispiel mit Bring me the Disco King einen künstlerischen Höhepunkt.

David Bowie dürfte der einflussreichste Künstler seiner Zeit in dem Bereich zeitgenössischer populärer Musik sein. Dies ist auf seine über Jahrzehnte gegebene Schaffenskraft mit großer musikalischer Bandbreite (Rock mit Ziggy Stardust und Diamond Dogs, Jazz-Stilelementen mit Aladdin Sane, Soul mit Young Americans und Black Tie, White Noise, elektronisch konzertant mit Low - wie Heroes symphonisch vertont durch Philipp Glass - und 1. Outside) zurückzuführen.

Einen repräsentativen Ausschnitt für eine Sammlung und Beleg für die Vielseitigkeit David Bowies liefern die Alben Hunky Dory, Ziggy Stardust, Young Americans, Station to Station, Low, Let's Dance, 1. Outside und Heathen.

David Bowies Wirken als Schauspieler nimmt sich neben seinem musikalischen Werk bescheiden aus, hervorzuheben sind die Filme Der Mann der vom Himmel fiel (von Nicolas Roeg) und Merry Christmas, Mr Lawrence, Basquiat (Bowie in einer Nebenrolle als Andy Warhol).

Heute lebt er mit seiner Familie (Ehefrau seit 1992: ehemaliges Model Iman, Tochter Alexandria) in New York.

Buch-Tipp: David Bowie Bowie mit Höhen, Tiefen, Talentan und Schwächen Dieses Buch, geschrieben von George Tremlett, umfasst das ganze Leben von Bowies Anfängen bis 1995. Duch Höhen und Tiefen begleitet man ihn. Tremlett hat das Buch meiner Meinung nach in eine unglaublich gut lesbaren Sprache geschrieben, dass heißt nicht besonders kompliziert und durcheinander sondern...

Diskografie

  • 1968 David Bowie
  • 1969 Man Of Words, Man Of Music (späterer Name: Space Oddity)
  • 1970 The Man Who Sold The World
  • 1971 Hunky Dory
  • 1972 The Rise And The Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars
  • 1973 Aladdin Sane
  • 1973 Pinups
  • 1974 Diamond Dogs
  • 1975 Young Americans
  • 1976 Station To Station
  • 1977 Low
  • 1978 Heroes
  • 1979 Lodger
  • 1980 Scary Monsters
  • 1983 Let's Dance
  • 1984 Tonight
  • 1987 Never Let Me Down
  • 1989 Tin Machine (mit Tin Machine )
  • 1991 Tin Machine II (mit Tin Machine)
  • 1993 Black Tie White Noise
  • 1993 Buddha Of Suburbia
  • 1995 1. Outside
  • 1997 Earthling
  • 1999 Hours ...
  • 2002 Heathen
  • 2003 Reality
Buch-Tipp: David Bowie, Bd 7 Eine Beschreibung zum Buch "David Bowie, Bd 7" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Filmografie (Auswahl)

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